PsychoMotorik

Berufsbegleitende Fort- und Weiterbildung - 150 Unterrichtsstunden
Neuer Kurs vom 16.10.2017 bis 23.6.2018: Souveräner und professioneller berufliche Anforderungen bewältigen, für sich selber neue Wege finden.

Weiter Infos hier: Kursreihe PsychoMotorik

 

 

 

 

 Herzlich willkommen bei PESIR e.V.

Wir sind ein in Fachkreisen anerkannter Träger von Fort- und Weiterbildung für soziale Berufe und Tätigkeiten (seit 1980). Unser Aktionsradius ist Norddeutschland.

Sie sind als pädagogische oder therapteutische Fachkraft in einer Kita tätig und wollen die beruflichen Anforderungen souveräner und professioneller bewältigen. Sie wollen mit Kindern von 0 - 6 Jahren sowie ihren Eltern noch besser zusammen arbeiten und suchen dafür eine anspruchsvolle Weiterbildung mit langjährig tätigen RederentInnen. Dann sind Sie bei uns richtig. Ebenso, wenn Sie im Nachmittagsbereich von Ganztagsschulen als MitarbeiterIn tätig sind, ganz gleich, ob Ihr Träger die offene Kinder- und Jugendarbeit ist oder ein anderer Partner der Schule.

Unser Kursprogramm wendet sich auch und besonders an Lehrkräfte in Grundschulen und alle, die beim Aufbau regionaler und lokaler Bildungslandschaften für (ganztägige Bildung) mitwirken. Profitieren können PsychologInnen in Beratungsstellen, Mitarbeiter von Trägern der Hilfen zur Erziehung, Stadtteilteams und Einrichtungen, die ihr Konzept entwickeln. Unser Konzept ist interdisziplinär angelegt. Wenn Sie zu Fort- und Weiterbildung mehr wissen wollen, klicken Sie bitte hier. Unsere neue Ausschreibung für 2016 - Kursbeginn 17. 5. - steht zum download bereit.


Wir sind Träger von psychomotorischen Spielgruppen und Integrationssport in Hamburg und Umgebung. Außerdem vermitteln wir auf Anfrage an geeignete Gruppen in Turn- und Sportvereine, die sich einer psychomotorischen Entwicklung ihrer Angebote verpflichtet fühlen.

Wenn Sie zu psychomotorischen Spielgruppen und Integrationssport etwas wissen wollen, klicken Sie bitte hier.


Wir vertreiben psychomotorische Spielgeräte und Materialien, beraten Sie und bauen für Ihre Einrichtung Bewegungsräume innen und außen. Mehr erfahren...


Uwe TreeßNachruf Uwe Treeß

Viel zu früh und für alle unerwartet ist Uwe Treeß, Gründungsmitglied und langjähriger erster Vorsitzender des Vereins „Psychomotorische Entwicklung, soziale Integration u. Rehabilitation e.V., Hamburg“ (PESIR e.V.) von uns gegangen.

Er war ein Urgestein eines PsychoMotorik--Konzeptes, das für eine neue, kooperativ-integrative Bewegungskultur steht. Sein Motto: "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es" lebte er. Früh erkannte er die nachhaltige Bedeutung von Spiel und Bewegung für die kindliche Entwicklung und versuchte erfolgreich, dies praxisnah und nachhaltig in der Hamburger Bildungs- und Bewegungslandschaft zu etablieren. Schon 1980, lange bevor es eine UN-Konvention zu den Rechten von Behinderten gab, schrieb er gemeinsam mit A. Brinckmann das Buch „Bewegungsspiele". Es ist ein Grundlagenwerk, in dem es ihm darum ging, praktische Anregungen zu geben, wie man vom traditionellen Konkurrenzgedanken als spielbestimmendes Element wegkommt, hin zu Zusammenspiel, Sensibilität, Bewusstheit, Toleranz und Kritikfähigkeit.

Uwe selbst war Sonderpädagoge und Sportlehrer. Sein Sportunterricht war getragen von Sport- und Spielanqeboten, deren Regelwerk sich an den individuellen Kompetenzen der Lerngruppe orientierte und nicht an starr vorgegebenen Normen und Regeln. Die Regeln passen sich der Gruppe an und nicht die Gruppe den Regeln! Alles dies sind Grundvoraussetzungen für ein gelungenes, inklusives Miteinander.

Im Austausch und angeregt durch Ernst J. (Jonny) Kiphard hat er gemeinsam mit Helga Treeß und Manfred Möller seinen Anspruch an ein Psychomotorik-Konzept in Bezug auf „Soziale Kommunikation und Integration“, Band 7 in der Reihe Psychomotorische Entwicklungsförderung (Verlag modernes Lernen 1990) formuliert.

Aus seinen Erfahrungen und tiefgehender theoretischer Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex ist es ihm gelungen, ein erfolgreiches Weiterbildungsangebot für die pädagogischen Mitarbeiter der Integrationsstandorte in Hamburg zu entwickeln und umzusetzen. Am Beratungszentrum Integration (BZI) des Landesinstituts für Lehrerbildung haben Teilnehmer von 10 Jahrgängen von diesem Angebot profitiert und tun dieses heute noch. Was aktuell ein Postulat der inklusiven Pädagogik ist, war für ihn schon immer selbstverständlich.

Uwe war ein Vordenker, der sich Institutionen suchte, die in seinem Sinne agierten. Wenn es diese nicht gab, wurde er selber zu einer. So entstand auch der Verein PESIR e.V. Hamburg. Uwe war fest überzeugt davon, dass es eine enge Verzahnung zwischen theoretischer Ausbildung und praktischer Umsetzung geben müsste.

Wer eine psychomotorische Fortbildung machte, sollte das Gelernte direkt anwenden und reflektieren können. Er sollte Mitstreiter im Stadtteil haben, die sich gegenseitig unterstützen können. Es sollte ein Netzwerk von psychomotorischen Angeboten in Hamburg geben. Der psychomotorische Ansatz und seine Grundprinzipien sollte Einzug halten, in jede Institution, die sich mit Kindern und ihrer Entwicklung befasst.

Der Geradlinigkeit und Klarheit seiner Forderungen und der konsequenten Umsetzung folgten viele der von ihm „infizierten“ und unterstützten Menschen, sahen in ihm einen Mentor und Förderer, einen Kompass für die Richtung in die sich das PsychoMotorik- Konzept weiter entwickeln muss.

Viele seiner Ansprüche und Ziele hat er mit seinen Mitstreitern erreicht. Für einige war er seiner Zeit zu weit voraus.

Kirsten Steen und Manfred Möller
März 2017